Montag, den 13. September 2010 um 08:28 Uhr

Häufige Rechtsverstöße im Online-Handel

Rechtsverletzungen im Internet = ein Kavaliersdelikt
Diese Meinung vertreten viele Betreiber von Onlineshops, aber auch von Internetpräsentationen selbst. Urheberrecht, Markenrecht und Wettbewerbsrecht werden teilweise einfach ignoriert.

Das Internet ist kein rechtsleerer Raum. Der Selbstschutz mit Formulierungen wie: "Keine Abmahnung ohne vorherigen Kontakt", die man manchmal findet, sind rechtsunwirksam und haben selbst schon zur Abmahnung geführt.

Es reizt natürlich ungemein sich mit einem Onlineshop Selbstständig zumachen. Domain angemeldet, kostenlose Shopsoftware und schon geht es los. Kosten gibts fast keine, glaubt man.
Ein Geschäft in der Innenstadt zu eröffnen und keine Kosten zu haben, auf die Idee würde keiner kommen. Ladenmiete, Wareneinkauf, Versicherungen, Beratungs- und Anwaltskosten usw., ganz normal. Und Planung, selbstverständlich. Schließlich braucht es ja seine Zeit, man will ja nicht alles doppelt und dreifach machen.

Warum dann nicht bei einem Angebot über das Internet? Ein Internetshop ist genauso eine Betriebsstätte, die Kosten verursacht, die Arbeitszeit verbraucht, die Umsatzsteuer abführen muss und sollte deshalb genauso geplant werden, wie ein Handwerksbetrieb oder Einzelhandelsgeschäft. 

Gerade Existenzgründer, die sich mit Onlinehandel Selbstständig machen möchten, sollten sich vor dem Start genau erkundigen was auf sie in Zukunft alles zukommt, welche Rechtsvorschriften für sie Anwendung finden. Man wird weltweit beobachtet, und um Verstöße zu finden muss man nicht mal den Schreibtisch verlassen. Leider wird, meist aus Kostengründen, die Beratung gescheut. Die Kosten die durch Abmahnungen, Rechtsstreit usw. entstehen können, übertreffen häufig die Vorstellungen der Existenzgründer im Vorfeld.

Und da sind wir bereits bei einem eklatanten Fehler: "Die Planung der Existenzgründung und deren Kosten". In jedem Existenzgründerseminar, jeder Broschüre wird auf die Kosten im Vorfeld verwiesen. Der Businessplan des BMWI sieht diese Positionen direkt vor. www.existenzgruender.de/businessplaner   Warum?

Für mich ist die genaue Erarbeitung der Kostenplanung und die sich daraus ergebende Umsatzplanung ein absolut notwendiger Teil einer jeden Existenzgründungsberatung. Genauso wie Marketing, Betriebsorganisation und Werbung.

Im Internet findet man viele Quellen die sich ständig mit Themen rund um den Online-Handel beschäfftigen.

In einem seiner letzten Artikel geht z.B. der shopbetreiber-blog.de  auf das Thema Rechtsverstöße im Internet sehr ausführlich ein.

Mehr in dieser Kategorie: « Gründercoach der KfW

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